Books From Boxes

Books From Boxes

27. Juli 2019 0 Von C2

Wenn es für C2 so etwas wie ein Paradies gäbe, dann wäre es in jedem Fall ein Ort voller Bücher. Offenbar ist sie tatsächlich in einer Art Himmel gelandet – denn rund um Victoria gibt es jede Menge gedruckte Werke. Sie befinden sich meist auf der Straße, in kleinen Häuschen. Die „Little Free Libraries“ stehen in vielen Vorgärten, und jedes sieht ein bisschen anders aus. Das Prinzip: Jede*r kann sich ein Buch herausnehmen oder eines hineinstellen.

Aus der Idee entwickelte sich 2009 die Non-Profit-Organisation Little Free Librarys. Nicht nur sollen die kleinen Büchereien zum Lesen animieren, sie sollen auch Menschen den Zugang zu Büchern erlauben, die kein Geld haben – und Menschen zusammenbringen, die sich darüber austauschen.

Alle, die wollen, bauen eine Mini-Library auf. Sie bestellen entweder einen Bausatz bei der Organisation, oder sie basteln selbst ein Haus mit Tür(en) und Dach. Mehr als 90.000 Libraries sind so in über 90 Ländern entstanden – und offenbar stehen ganz schön viele davon in und um Victoria, wie die Little-Free-Library-Map zeigt.

Wir haben also ein neues Hobby entwickelt: neue kleine Buch-Häuschen entdecken. Es ist jedes Mal spannend, was darin ist, weil es viel über die Nutzer*innen aussagt: Mal finden sich drei Trennungsratgeber darin, dann wieder ein Buch mit Tipps für die Schwangerschaft und für die ersten Monate mit Baby. Natürlich gibt es auch jede Menge Romane, richtig gute und richtig schlechte, wie in jeder Bücherei.

Zum Hobby kommt ein Ziel: Wenn wir unser Haus gefunden haben, dann braucht es eine eigene „little library“. C1 schmiedet schon Baupläne dafür.

Und so sehen sie aus, die putzigen Bibliotheken:

Apropos Bücher: Victoria gilt als die britischste Stadt Kanadas – offenbar inklusive des Humors. Ist es da verwunderlich, dass über dem Haupteingang der „Greater Victoria Public Library“ ein Spruch von Monty Python prangt? Und wie großartig ist das eigentlich? „You see, I don´t believe that libraries should be drab places where people sit in silence, and that´s been the main reason for our policy of employing wild animals as librarians.“